50 Jahre IPA Kempten

50 Jahre IPA Köln 2007

Donnerstag, 20. September

Um die Mittagszeit fuhren meine Frau und ich an diesem spätsommerlichen Donnerstag von Arnbach nach Immenstadt zum Feriendorf Reichenbach. Das 50-jährige Jubiläum der Verbindungsstelle Kempten war unser Ziel, wo wir uns mit Freunden treffen wollten.

Nach einer stressfreien Anreise über Stockach und Lindau kamen wir kurz vor 16.00 Uhr bei unseren IPA-Freunden in Kempten an. In dem gemütlichen Ferienhaus mit drei Schlafzimmern wurden wir bereits von „alten“ Bekannten erwartet. Franz Schader aus Alzey und Hans Beck aus dem Schweizer Kanton Aargau freuten sich, uns wieder zu sehen.

Da der Nachmittag noch ohne Programm war, nutzten wir die Zeit, um die Gegend gemeinsam zu erkunden. Um 18.00 Uhr begann dann der offizielle Teil mit Begrüßung und allgemeinem Kennen lernen bei einem leckeren Abendessen im Restaurant Wildbach Alm. Es wurde ein vergnüglicher Abend mit alten und neuen Freunden der etwa um 23.00 Uhr seinen Abschluss fand.

Freitag, 21. September

Um viertel nach Acht hieß es „ab zum Frühstücksbuffet“, das seinem Namen alle Ehre machte. So gestärkt bestiegen wir um 09.15 Uhr den Bus mit Ziel „Schlossbesichtigungen“. Das erste Ziel war Hohenschwangau. Also – raus aus dem Bus – Weg hoch – Weg runter – Treppen rauf, Treppen runter – große, wirklich interessante Führung durch die wunderschön erhaltene Schlossanlage. – Kurze Pause – dann zu Fuß zum Schloss Neuschwanstein und dort die gleiche rauf- und runter- Prozedur. Die doch recht kurzweilige Führung fand ihren Abschluss in einem 200-stufigen Abstieg über die Turmtreppe. Die Organisatoren hatten sich wohl etwas dabei gedacht, als sie uns für diesen Tag ein ordentliches Lunchpaket zusammenstellten.

Nach dieser Stärkung führen wir mit dem Bus nach Kempten wo wir vom Oberbürgermeister auf dem Rathausplatz begrüßt wurden. Zusammen mit uns hatten sich etwa 100 Motorradfahrer eingefunden, die bei dem gleichzeitig stattfindenden IPA-Bikertreffen ebenfalls in Reichenbach weilten. Ein faszinierender Anblick war die anschließende Kolonne durch Kempten mit den vielen Motorradfahrern.

Nach der Rückkehr in unserer Unterkunft war erst einmal „Hochlegen“ unserer zwischenzeitlich um einige Kilo schwerer gewordenen Beine angesagt.

Um 19.15 wurden wir wieder abgeholt und fuhren mit dem Bus nach Nesselwang zum Heimatabend im „Bärensaal“. Einen „Bärenhunger“ hatten wir nach diesem Tag ebenfalls, dem das aufgebaute, wirklich leckere kalt-warme Büfett zum Opfer fiel. Für die musikalischer Unterhaltung sorgte eine örtliche Trachtenkapelle und um 23.30 Uhr war die Rückfahrt angesagt. Den Abend beschlossen wir bei einem kleinen „Apero“ zusammen mit unseren Freunden.

Samstag, 22. September

Da der Almabtrieb auf dem Programm stand, machten wir uns bereits kurz nach 7.00 Uhr auf den Weg zum Frühstücksbüfett. Bereits um 8.15 Uhr starteten die Busse nach Obermaiselstein zum Viehscheid, einem der größten Alpabtriebe des Allgäus. Ungefähr 1200 Stück Vieh von 11 Alpen kamen an diesem Tag ins Tal zurück und wurden nach ihrem mehrmonatigen „Urlaub“ an ihre Besitzer zurückverteilt.

Der ganze Ort ähnelte einem Jahrmarkt. Neben einem großen Bierzelt auf dem so genannten „Scheidplatz“, wo eine zünftige Blaskapelle für Unterhaltung sorgte, war allerlei Stände mit kulinarischen Leckerein und Fahrgeschäfte aufgebaut. Tausende von Schaulustigen drängten sich durch den Ort, wo zur Mittagsstunde kaum noch ein Durchkommen war. Um 13.50 Uhr ging es mit dem Bus wieder zurück ins Feriendorf, wo uns der Nachmittag zur freien Verfügung stand. Diesen nutzten wir auch entsprechend aus - mit „aktivem Nichtstun“.

Abends war der Galaabend in der Albspitzhalle Nesselwang unser Ziel. Das Festmenü konnte sich wirklich sehen lassen. Eine Kombination aus moderner und traditioneller Küche erfreute unsere Gaumen.

Nach dem offziellen Teil spielte eine österreichische .Kapelle lautstark zur Unterhaltung und Tanz auf. Es war bereits 03.30 Uhr, als wir die Halle verließen und den Shuttlebus in Richtung Feriendorf bestiegen. In aller Ruhe war dann noch ein Gläschen Rotwein angesagt, bevor wir in den wohlverdienten Schlaf sanken.

Sonntag , 23. September

Um 9.00 Uhr trafen wir uns alle nochmals in der Wildbach-Alm zum Weißwurst-Frühstück und kamen zu dem Schluss, dass wir vier wunderschöne und erlebnisreiche Tage bei unseren IPA-Freunden in Kempten verbringen konnten. Besonders gefreut hatte uns, dass wir ein Ehepaar aus Holland wieder sehen durften, welches wir in New York kennengelernt hatten.





Ernst Meichsner

50Jahre IPA Kempten

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