30 Jahre IPA Toscana-Est
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Schon bei der Ausschreibung im August 2005 zeichnete sich ab, dass die Ausfahrt zum 30. Gründungsjubiläum der IPA Toskana Est vom 22. bis 28. Mai 2006 ein Highlight werden würde.
Um die Kosten für den Reisebus möglichst niedrig zu halten, hatten wir uns mit den IPA-Freunden aus Calw zusammengeschlossen und so konnte am Montag, 22.05.06, um 04.00 Uhr der Reisebus der Fa. REXER vom Messplatz aus via Calw in Richtung Italien starten. Ebenfalls mit an Bord waren Franz und Rosi Schader von der IPA - VBSt. Alzey.
Nach der Schweizer Grenze übernahm dann unser eigentlicher Chauffeur, der Siggi, den Bus. Ein absoluter Profi und ausgezeichneter Toskanakenner, wie sich noch herausstellen sollte.
Nach ca. 15 Std. Fahrt kamen wir in unserem Zielort, Chianciano Therme, an und bezogen unser Quartier, das familiär geführte Hotel „Christina“. Zimmerbelegung, Nachtessen, gemütliches Beisammensein, der erste Tag war schon um.
Am Dienstag ging es nach dem Frühstück, vorbei an Zypressen, Hügeln und Gehöften zunächst nach Pienza, einem ehemaligen Bischofssitz und von dort weiter nach Montepulciano, bekannt durch seine Rotweine und den Palazzo Nobile Tarugi.
Vor dem Mittagessen erfolgte ein nicht planmäßiger Stopp an einer an der Wegstrecke liegenden Cantina mit reichlicher Verkostung der „ortsüblichen Erzeugnisse“ und Erwerb derselben.
Vor unserer Abfahrt am Morgen war auch Gianni, unser italienischer Guide, der deutsch mit deutlichem Schweizer Akzent sprach, zu uns gestoßen.
Am Nachmittag besuchten wir Arezzo, eine Stadt die von den Etruskern gegründet wurde. Dort besichtigten wir u.a. den Dom „San Donato“, in dem sich auch das Grab des Hl. Donatus befindet. Im Kurpark von Chinciano Therme fand dann der offizielle Empfang der insges. 850 Teilnehmer aus aller Welt durch Fabrizio MORGANTINI, Leiter der IPA Toskana Est, statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung überreichte Sekretär Claus Grasberger den Ehrenteller der IPA - VBSt. Pforzheim sowie einen flüssigen Gruß aus dem Schwarzwald.
Am Mittwoch war bereits um 06.00 Uhr das Frühstück angesagt, denn um 06.30 Uhr war Abfahrt in das ca. 160 km entfernte Rom. Dort wurden wir von den örtlichen Kollegen zur Audienz von Papst Benedikt erwartet, weshalb die Anfahrt nach Rom mit insgesamt 22 Reisebussen entsprechend organisiert wurde.
Am Autobahnrasthof Rom-Nord war großes Sammeln der Busse angesagt, dann ging es in mehreren Konvois in „geordnetem Chaos“, eskortiert von zahlreichen Polizeifahrzeugen und der Motorradstaffel, während der morgendlichen Rushhour in die Innenstadt von Rom. Natürlich mit Blaulicht und Martinshorn, wie könnte es anders sein.
Die letzten Meter ging es zu Fuß zum Petersplatz, und nach einer halben Stunde warten kam er angefahren, Papst Benedikt. Die IPA wurde bei seiner anschließenden Audienz namentlich erwähnt, danach erfolgte noch der päpstliche Segen.
Am Nachmittag erfolgte ein Rundgang durch die antiken Stätten Roms, wie Kolosseum, Trevibrunnen, spanische Treppe u. v. m. Der Abend endete bei einem gemütlichen Beisammensein mit Musik im Hotel.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Besichtigung des alten Städtchens Montalcino, bekannt durch den berühmten Rotwein „Brunello di Montalcino. Anschließend erfolgte der Besuch des Klosters „Sant Antimo“, erb. 780 n. Chr.
Höhepunkt an diesem Tag war jedoch der Besuch der ca. 3000 Jahre alten Stadt Orvieto, erbaut auf einem riesigen Tuffsteinfelsen. Die Stadt diente ab dem 14. Jh. zahlreichen Päpsten als Zufluchtsort.
Mittlerweile waren unserem Busfahrer Siggi, sehr zu seinem Erstaunen, die ersten Getränke ausgegangen. So blieb es nicht aus, dass wir vor dem Nachtessen nochmals die Cantina ansteuern und nachbunkern mussten.
Freitags stand dann eine Fahrt nach Siena an, berühmt durch den Piazza del Campo, auf dem alljährlich ein bekanntes Pferderennen, der Palio, stattfindet.
Unser Guide Michele war an diesem Tag verhindert, so dass wir von Gianni betreut wurden. Der war von Michele schon vorgewarnt worden und hatte sich auf den Wissensdurst seiner Gäste entsprechend vorbereitet.
Am Nachmittag besuchten wir das Städtchen Sarteano, wo wir Zeit zur freien Verfügung hatten. Die einen gingen bei dem schönen Wetter schwimmen, andere besuchten die Burg und wieder andere waren schon wieder beim Olivenöleinkauf. Vor dem Abendessen sahen wir einen farbenprächtigen Auftritt der berühmten Fahnenschwenker von Sarteano; danach bei Dunkelheit ein „Spektakulum“, bei dem von Feuerspuckern bis Stelzenläufer in prächtigen Gewändern bis zum Feuerwerk alles geboten war.
Zuhause angekommen, mussten einige an der Bar die eingeschleppten Bakterien, die bereits zu verschiedentlichen wechselseitigen Ausfällen (Fieber, Magen, Darm) geführt hatten, bekämpfen. Der eine oder andere Grappa wirkte Wunder !
Unsere letzte Ausfahrt führte uns Samstags nach Arezzo. Dort besichtigen wir Italiens größte Goldschmiede, die Firma Uno Aerre. Ein entsprechender Eintrag von uns „Goldstädtlern“ im Gästebuch war natürlich obligatorisch.
Ein sehr imposanter Besuch erfolgte nachmittags im Kloster „La Verna“, der ursprünglichen Einsiedelei des Franz von Assisi. Noch heute leben zahlreiche Mönche dort. Den Tag beschloss dann ein gemütliches Beisammensein auf der Hotelterrasse.
Zu unserer Heimreise starteten wir am Sonntag nach dem Frühstück. Siggi, unser Busfahrer, hatte es ganz gut gemeint. Er wollte uns etwas Abwechslung bieten und heimwärts über den San Bernadino fahren. Trotz Navigation sind wir in einen Stau gefahren, der uns etwa 2 Stunden Zeit gekostet hat.
Nachdem wir unsere Calwer IPA-Freunde dort wohlbehalten abgeliefert hatten, war für uns Pforzheimer die Reise kurz nach Mitternacht auf dem Messplatz zu Ende. CG